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"Wenn Sie mich suchen,
ich halte mich
in der Naehe des
Wahnsinns auf,
genauer gesagt
auf der schmalen Linie
zwischen Wahnsinn und Panik,
gleich um die Ecke von Todesangst,
nicht weit weg von
Irrwitz und Idiotie!"
(Bernd das Brot)








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FSK 24*
Der Guerillakampf eines Töchterleins

[* Achtung: Der folgende Text ist nicht für Minderjährige, Menschen mit strengen Moralvorstellungen, Menschen die Probleme mit offenen Worten haben geeignet ! ]

 

 

Das Töchterlein Prinzip

Definition Töchterlein: Junge Frau zwischen 21-27, aus gutem Elternhaus, wohlerzogen, gebildet, beruflich erfolgreich, ehrgeizig, hübsch, glücklich, diszipliniert, im Besitz von guten Marinieren.

Es gibt nur eine wahre Art von Töchterlein. Der Barbie Verschnitt die Wunsch Schwiegertochter jeder Mutter mit Sohn im heiratsfähigen Alter. Papas kleine Prinzessin. Mamas Ebenbild. Vorzeige Enkelin der Familie.

Und dann gibt es noch die Subkultur des Töchterleins. Barbies missratene Schwester. Sie sind laut, dickköpfig, schwierig, seltsam, haben eine große Klappe, tragen scheinbar gerne schwarz, haben einen eigenwilligen Freundeskreis, komische Berufswünsche und Ziele. Haben zuteil eine eigene Meinung.
Sätze von Schwiegermüttern in Spe wie „ Schatz, du und Stefanie, Nicole, Melanie…(wie auch immer seine Ex hieß ) habt aber viel besser zusammen gepasst“ oder „Ein Trennung wäre für beide sicher das beste“, sind ihr nicht unbekannt.

Kommen wir zum Knackpunkt der Geschichte, meine Eltern haben keine Barbie.
Sie haben nur mich.
In der siebten Klasse wurde ich mal von einer Barbie gefragt ob ich noch Geschwister hätte, ich antworte wahrheitsgemäß mit Nein, worauf sie grinste und sagte, sie wussten warum. Gelächter in der Klasse. Als ich sie dann fragte ob sie Geschwister habe, grinste sie noch immer und antworte mit Ja sie habe zwei jüngere Schwestern. Dumm nur das ich meine Klappe nicht halten konnte und antworte siehst du deine Eltern starten wenigstens den Versuch etwas wieder gut zu machen.
Meine Eltern waren nicht gerade begeistert als sie mit mir zum Optiker gehen mussten um mir eine Brille zu kaufen, denn meine alte ging während Barbies Wutausbruchs zu Bruch, der 10 Sekunden später einsetzte und mich mitten im Gesicht traf. 2 Monate später wechselte ich die Schule.


Herzlich Willkommen in meiner Welt, der Subkultur des Töchterleins.

Wir leben in einer modernen aufgeklärten Gesellschaft, sind im Besitz von Grundrechten, Meinungsfreiheit, freier Entfaltung der Persönlichkeit, Flatscreen TV, Handys, Internet für jedermann, Promimagazinen, den täglichen 10 „wie richte ich meine Wohnung ein“ Sendungen, Superstars und Sternchen, Ludern, einer Bundeskanzlerin und was weiß ich noch alles. Und ganz wichtig der Selbstbestimmung, mehr oder minder. Viele tolle Errungenschaften und ebenso viel Schrott, mit dem sich aber scheinbar toll Geld machen lässt.

Fraglich nur warum das noch nicht in die Käseglockenwelt meines Elternhaus vorgedrungen ist. Es müsste ein Warnschild für Haustüren geben, „Ab hier zählt das Alter auf deinem Personalausweis nicht mehr!“. Es ist egal was du tust, machst oder sagst du bist ein Töchterlein. Es ist egal wie weit der Abstand zwischen Realität und dem Bild von dir, das in den Köpfen deiner Eltern verankert ist beträgt, du bist und bleibst das Töchterlein und das für den Rest deines Lebens. Besser gesagt ihres Lebens.

Nein du hast keine Wahl, du hattest niemals eine.

 

 

„Mach sofort die Tür auf !“


Hallt es durch die geschlossene Tür, die blanke Eichel die noch durch meinen Kopf schwirrt verblasst langsam mit samt dem leisen vibrierende Geräusch das zwischen meinen Beinen hervordringt. Ich weiß nicht ob ich nun stöhnen oder ein „hau ab“ schreien soll. Während mir Torsten weiter ins Ohr stöhnt. Da ging sie hin meine Lust während Torsten sich immer weiter seinem kleinen süßen Tod nähert. Was für Leben schwirrt mir nur durch Kopf, Abgewimmelt, während er kommt. Und ich mit einer Mischung zwischen Frustration und Geilheit zurück bleibe. Wir legen auf. Telefonsex die Freuden einer Fernbeziehung dann wenn man sich mal wieder nicht sieht.

Und ich, ja ich komme dann noch.

Räkele mich noch etwas entspannt im Bett vor ich aufstehe mich wieder anziehe an das Fenster setzte und mir die Kippe danach gönne. Ich starre hinaus in den Himmel der durch die Nachbar Häuserfront gestört übrig bleibt. Gedanken schwirren, was ist das bloß für ein Leben ?

FSK 24

Jawohl das passt, freiwillige Selbstkontrolle und das mit 24 Jahren. Was für ein Leben von wollen und nicht wollen, können und nicht können.

Ja warum gebe ich mir diesen Stress überhaupt, warum tut sich eine 24 jährige das wieder an ? Mit das meine ich wieder zuhause wohnen. Es liegt auf der Hand, Geld. Es stellt ein Ding der Unmöglichkeit dar Schulgeld für eine 38 Wochenstunden Vorlesung Ausbildung aufzubringen und gleichzeitig eine eigene Wohnung mit allem was Frau zum Leben braucht zu finanzieren. Man muss Kompromisse eingehen können. Und still und heimlich frage ich mich ob sie den Sinn einer geschlossen Tür überhaupt versteht. Mit sie meine ich meine Mutter, eine 54 jährige die verzweifelt versucht ihre Jugend wieder zurück zugewinnen. Eine Frau bei der ich immer wieder den Eindruck erhasche das sie mich mit einem gewissen maß an Neid wahrnimmt. Ich habe all die Freiheiten die sie niemals hatte, ich konnte mich einfach so, wieder aus einer Verlobung zurück ziehen, die keine Zukunft hatte.

Die Wäsche war mir in diesem Augenblick so etwas von egal genauso wie alles andere. Achja die Wäsche war übrigends der Grund, für "mach sofort die Tür auf", weil wenn schwarz gewaschen wird, dann wird schwarz gewaschen. Und die Waschmaschine merkt natürlich wenn eine meiner Hosen fehlt und weigert sich ohne diese anzuspringen. Sowas in der Art muss der Grund sein.

Vielleicht erkläre ich ihr das noch mal mit der geschlossenen und verschlossenen Tür, und das der Befehlston schon lange nicht mehr zieht. In den Augen meiner Eltern bin ich wieder 16 , laut ihren Aussagen ein kleiner bockiger Teenager. Dumm nur das ich diese Verhaltensweise niemals hatte, vielleicht wünschen sie es sich ja.

Im Prinzip ist es egal was ich sage oder nicht sage, mit mir kann man ja sowieso nicht mehr reden. Ja Töchterlein in kritisch geworden und hält nicht mehr viel vom schweigen aus den falschen Gründen wie Moral und „das gehört sich so“

Töchterlein ist erwachsen oder wird es gerade je nachdem aus welchen Blickwinkel man es sehen möchte. Und es wird ein harter Kampf, der wie es scheint etwas zu spät einsetzt.

Ich weiß das ich ein linkes Miststück war als ich mit 18 einfach so ausgezogen bin, all die Freuden und Leiden, die man wohl erlebt wenn ein Teenager erwachsen wird, haben meine Eltern einfach nicht mitbekommen. Dafür stehen sie heute vor vollendeten Tatsachen eines Eigermaßen ausgereiften Charakters, an dem sie mit einer gewissen Verzweiflung noch versuchen herum zu erziehen.

Meine Damen und Herren es ist zu spät.

Der Nächste bitte

Ja heute war es wieder soweit, das all monatliche Ritual fand soeben wieder in unserer Küche statt. Nicht das ich es wollte oder gar freiwillig mache, ich werde quasi dazu genötigt. Von was ich überhaupt rede ?

Haare schneiden, oder ich verpasse meinem Herrn Papa einen "frisch aus dem KZ"- Schnitt (?). Hartes Wort ich weiß, aber wie soll ich es sonst nennen, es sieht einfach so aus. Ich habe mich immer gefragt was für Menschen sich in den allseits bekannten Ketten der großen Elektronikläden diese super tollen Haarschneidemaschinen kaufen bis mein Vater mit so einem Ding antanzte. Da war ich noch jung und unschuldig und ahnte noch nicht wer dieses Monsterding bedienen muss.

Ich habe alles versucht, angefangen von Verweigern bis hin zu 10€ Billig-schnell-ohne Wartezeit-Frisör, ich habe es sogar mit dem Edel Barbier Salon, der im alten Englischen Kolonialstil eingerichtet ist, der noch das alte Playboy Symbol dezent an der Tür kleben hat versucht. Vergeblich, nichts hilft, Herr Papa besteht darauf dass ich die Haare schneide. Ich bin keine Frisöse, zieht ebenfalls nicht. Vielleicht ist das so ein verstecktes Vater-Töchterlein Ritual, hinter dessen Sinn ich noch nicht gestiegen bin. Ob ich jemals dahinter kommen werde ist fraglich. Auf Nachfragen meinerseits kommen nur solche tiefsinnigen Aussagen wie "Warum nicht" oder "Ich mag wenn du mir die Haare schneidest". Ich würde zu gerne wissen warum. Okay mittlerweile bin ich geübt, es sieht nicht mehr ganz so schlimm aus wie beim ersten 9 mm Versuch, aber trotzdem wirklich schön ist es nicht.

Mein Herr Papa, Führungsposition in einem Weltkonzern, der sich hochgearbeitet hat, immer seriös, Fachkompetenz die Mensch geworden ist, hochbezahlt, der morgends grundsätzlich mit Anzugshose weisen Hemd und Krawatte gekleidet ist lässt sich in monatlichen regelmäßigen Abständen von mir verunstalten.
Warum auch immer.

 

Statussymbole

Es gibt sie. Überall. Jede Gesellschaftssicht hat ihre eigne Statussymbole.
Zugehörigkeit wird durch diese symbolisiert, Rangordnung, Machtpositionen. Es gibt Originale und Fälschungen, gute Kopien ebenso wie schlechte. Es gibt nichts was es nicht gibt. Angefangen von einem Diamantbesetzten Handy Kitsch Glitzer Anhänger hin zur Edelküche, bis hin zu Autos, Yachten, Häusern, Handtaschen, Schuhen, Kinderwägen, Mitgliedskarten, Schmuck, Tattoos und und und.

Ich bin wirklich in Versuchung eine kleine Glocke zu kaufen, so eine wie sie bei Boxkämpfen verwendet wird um den Rundenstart bekannt zu geben. *Ding Ding* Ring frei für Runde 1, die Gladiatoren ziehen ins das Wohnzimmer ein, aus den Lautsprechern dröhnt das Lied Eye of the Tiger, langsam ziehen sie ihre Kreise immer enger um den Wohnzimmertisch denn dort liegt er. Der heilige Gral.
Die Erlösung des menschlichen allabendlichen Leidens. So etwas kommt in jeder guten Familie vor. Ich rede es mir zumindest ein.
Es handelt sich um etwas simples, etwas einfaches, etwas alltägliches, etwas unscheinbares. Klein, schwarz, abgegriffen, nur funktionsfähig mit 2 vollen Mignon Batterien. Und jeden Tag bricht der Kampf auf ein neues aus. Der Kampf um die Fernbedienung. Wer im Besitz dieses Grals ist, ist der alleinige Herrscher über die bunt schillernde Welt des Fernsehprogramms.
Um die Machtverhältnisse klarzustellen, und der Welt wieder eine Ordnung zu geben meine Herr Papa gewinnt zu 99,9%. Er rückt sie auch nicht mehr raus, selbst wenn er auf der Couch einschlaft, die Fernbedienung hat den sicheren und festen Halt in seiner Hand. Gnade dem der sich von Schnarchen täuschen lässt, nur ein sanftes Berühren der Fernbedingung reicht völlig aus um das gebrummte "ich schaue das" zu hören.
Es ist zwecklos manche Dinge sind einfach Schicksal.
So wie der allabendliche Kampf um die Fernbedienung.

...Just a man and his will to survive
Sendepause

Es gibt Menschen die schweigen. Sie schweigen einfach, sagen wenn nur das nötigste. Dann gibt es wieder Menschen die gelegentlich sprechen, sich ab und an mal ihrer Umwelt mitteilen. Dann gibt es noch Menschen die sehr viel reden und viel zu sagen haben. Dann gibt es noch Menschen die sehr sehr sehr viel reden und nichts sagen. Und dann gibt es noch Menschen die der Evolution einen Schritt voraus sind. Denn sie müssen still und heimlich eine Kiemenatmung erfunden haben, denn sie reden selbst dann noch wenn sie eigentlich längst Luft holen müssten.

Menschen wie meine Frau Mama.
Eine gute Freundin von mir kommentierte es mal so, es ist faszinierend sie kommt von backen auf Arschbacken. Wenn sie spricht können ihr nur Insider folgen, alle anderen geben bereits nach einer Minute auf, denn wer 3 Sekunden nicht aufpasst verpasst den Themenwechsel, der von dem da zu das da springt. Aber ab und an in einem lichten Moment kommen Geschichten zu Vorschein, die einfach nur schön sind auf ihre Art und Weise. Geschichten wie diese.

Wir schreiben das Jahr 1958, das Wirtschaftswunder ist noch im vollen Gang. Und irgendwo in einer kleinen aber feinen Vorstadtsiedlung zieht der erste Fernseher ein. Es war wohl eine kleine Sensation, denn es sprach sich sehr schnell herum. Das eine gewisse Familie nun im Besitz einer solchen Errungenschaft ihr Eigen nannte. Er war der erste im ganzen Viertel. Fernsehen war noch etwas ganz besonderes, die komplette Schar der Nachbars Kinder versammelte sich regelmäßig Abständen vor diesem kleinen Kasten um mit großer Spannung "die Stars an Fäden", die Augsburger Puppenkiste zu verfolgen. Aber dieser Fernseher konnte noch viel mehr so wurde gemunkelt. Ja er war im Stande kleine Wunder zu vollbringen. In Kinderaugen wurde ein leuchten entdeckt, und Lachfältchen in den Gesichtern der Alten.
Aber das wirkliche Wunder geschah an einem Rosenmontag, Während einer Übertragung des Rosenmontagsumzug aus Köln, als die Kinder ihn umkreisten und gespannt den Bonbonwerfern zusahen. Ganz plötzlich und ohne Vorwarnung wurden die Bonbons durch die Bildröhre hindurch geworfen. Diese süßen Köstlichkeiten die eben noch schwarz weis vor ihren Augen flogen, lagen nun in Farbe und in echt vor ihnen. Manch einer rieb sich die kleinen Äuglein vor der Selbstversuch gewagt wurde. Sie sahen nicht mehr aus wie Bonbons, sie schmeckten auch so.

Es muss ein schöner Anblick gewesen sein, damals 1958. Als sich meine damalige 6 jährige Frau Mama in die Arme ihrer Großmutter kuschelte, die auf einem Schaukelstuhl im hinteren Ende des Wohnzimmers saß. Ab und an in die Tasche ihrer Schürze griff, während sie ihre Enkelin in den Armen hielt, und Bonbons regnen lies.

 

 

Samstage

Normale Menschen gehen Samstags Mittag in die Stadt bummeln. Oder vielleicht trifft man sich mit Freunden auf einen Kaffee. Vielleicht nutzt man auch die Mitgliedskarte des Sportstudios endlich mal. Auch wahrscheinlich das man noch den Rausch der letzten Nacht ausschläft. Vielleicht bereitet man sich auch die Party heute Abend vor. Spachtel und Stuckaturarbeiten dauern halt immer etwas länger. Vielleicht liest man auch einfach nur ein Buch und entspannt sich. Vielleicht telefoniert man auch. Ich habe keine Ahnung was man für gewöhnlich so an einem Samstag treibt.

Can´t stop von den Red Hot Chili Peppers läuft im Radio als ich die Küche betrete. Da steht er, weiß, quadratisch, sperrig und leider vereist. Und ich muss grinsen als mein Herr Papa bewaffnet mit dem Heißluftfön an mir vorbeiläuft. Es stellt ein Bild der Götter dar, eine Schublade festgefroren und ein Eisberg bei dem die Titanic freiwillig untergehen würde.
Herrlich, meine Damen und Herren bitte halten sie den 10m Sicherheitsabstand ein, hier wird gearbeitet.

...This life is more than ordinary


Während mein Herr Papa mit den Gefrierschrank weiter um jeden Tropfen Schmelzwasser kämpft, fachsimpelt meine Frau Mama über heißes Wasser und die neuen Möglichkeiten die sich damit ja eröffnen. Eine Flucht währe bis jetzt noch möglich gewesen. Er föhnt den Gefrierschrank, sie kämpft mit dem Wasserkocher, ich grinse einfach nur bis mein Blick auf den Küchentisch fällt.

„Das Zeug ist zäh“, synchrones Kopfnicken des Frauenquote. „Da muss härteres her“, mein Blick wechselt ständig zwischen Küchentisch und meinem Herr Papa hin und her. Er wird doch wohl nicht etwa ? Doch er wird. Also erhebt sich der Heimwerkerkönig, und steuert geradewegs zum Küchentisch zu.


Lassen sie mich kurz abschweifen, mein Herr Papa König der Heimwerker hat einen so genannten Bastelkeller. In diesem Sagenumwogen Raum befinden allerlei lustige Werkzeuge, keine Ahnung wofür er sie braucht aber er hat sie einfach. Ich habe keine Ahnung vielleicht sammelt der auch alle möglichen Gerätschaften, aber das ist ja jetzt auch egal wir haben sie halt.
Oder kennen Sie jemanden der eine halbe Schreinerei, Metallbauwerkstatt, KFZ Werkstatt, Modellbauausstattung, Lackiererei, und ein kleines Bauunternehmen in einem 30qm Keller unterbringt ? Andere Mädchen im Alter von ca. 7 Jahren hatten ein Barbiehaus, Puppen. Das hatte ich auch, allerdings war ich derzeit auch schon im Besitz einer eigenen Werkbank samt Werkzeugkoffer, nur mit dem unterschied das ich kein Kinderwerkzeug aus Plastik hatte sondern echtes, halt in einer etwas kleineren Ausgabe also Feinwerkzeug. Genug abgeschweift, zurück zum Kältemonster.


Auf dem Küchentisch liegen Hammer und 2 frisch angeschliffene Stecheisen, und es ist sein voller Ernst. Ich könnte es ja verstehen wenn der Mann Künstler wäre und eine Eisskulptur erschaffen möchte, aber behalten wir im Hinterkopf das es nur darum geht den Gefrierschrank zu enteisen, nein wirklich, um mehr geht es nicht. (T- Rex) Get it on. Gesagt getan, frisch bewaffnet mit Hammer und Stecheisen ran den Speck ähm das Eis. Eisbröckchen fliegen, während ich in Deckung gehe. „Bringt nicht viel!“ Mhm „Heißes Wasser“ Mhm „Ich geh mal kurz in den Keller“ Mhm.
Oh bitte er wird jetzt nicht auf die bescheuerte Idee kommen die Schlagbohrmaschine zu holen, oder ? Oh nein ich kenne diesen Gesichtsausdruck.

„Papa lass mich mal“ Mhm, er räumt seinen Platz. Und was mache ich, ich hole mir erstmal eine der Riesen Tassen aus dem Schrank, schütte Frau Mama´s heißes Wasser rein, stelle den Stechmeißel rein bis er heiß ist, schnappe mir das Ding setzte an, schlage kräftig drauf, schwupp ein Riesen Brocken löst sich. Noch ein Schlag, noch ein Brocken und so weiter bis der Titanicversenker freiwillig aufgibt.

Sollte mich jemand am Montag fragen was ich am Wochenende getrieben habe, soll ich dann wirklich wahrheitsgemäß antworten mit „ Ich habe mit Hammer und Meißel den Gefrierschrank bezwungen ?“

Soll ich ?

 




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