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"Wenn Sie mich suchen,
ich halte mich
in der Naehe des
Wahnsinns auf,
genauer gesagt
auf der schmalen Linie
zwischen Wahnsinn und Panik,
gleich um die Ecke von Todesangst,
nicht weit weg von
Irrwitz und Idiotie!"
(Bernd das Brot)








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Frau Seltsam

 

Gestatten, ich.

Ich bin komisch, also im Sinne von seltsam. Warum das so ist weiß niemand, eine Erklärung dafür gibt es auch nicht. Muss es auch nicht. Für manche ist es seltsam für andere nervig, für mich einfach normal. Ich kann es wirklich nicht erklären warum zum Beispiel Rheinkiesel mich magisch anziehen, ich Seifenblasen einfach toll finde. Ich mehr Bilder von Wolken besitze, als von mir selbst. Meine Wände nicht nach Wand aussehen. Ich Kirsch Lutscher liebe, Kaffee nicht an mich geht. Ich nicht wirklich etwas wie einen bestimmen Musikgeschmack besitze. Und was ich mit diesem Text bezwecken möchte weiß ich auch noch nicht, ist auch nicht wichtig. Aber irgendwie werde ich die Kurve zu dem hier schon noch bekommen, oder auch nicht. Denn das finde ich wirklich klasse.

 

 

6.9.08 05:14


... Scheiße!

Ich bin mir im Klaren darüber das jeder Mensch irgendwann einmal sterben wird. Ich weiß auch dass es jeden Tag passieren kann. Und ich weiß auch dass ich mit meiner eigenen Sterblichkeit weniger Probleme habe, als mit der Sterblichkeit der Menschen, die mir Nahe stehen. Ich kann nicht mehr genau sagen wie viele Heulkrämpfe ich in den letzten zwei Wochen hatte, es ist auch nicht wichtig. Irgendwie ist alles nicht mehr wichtig. Aber dennoch verfolgen mich wieder Erinnerungen und Satzfetzen aus den letzten Jahren. Ein Versprechen das nun gebrochen wird, da ich es nicht schaffe. Nein ich schaffe es nicht eine 85 jährige Zuhause zu pflegen, ich kann es einfach nicht auch nicht mit professioneller Unterstützung. Kein Platz und keine Rollstuhlgerechte Wohnung sind die Kopfargumente. Keine Kraft ihr beim Sterben zuzusehen sagt das Herz. Ein Gefühlsbrei aus purer Hilflosigkeit, Selbsthass und Angst. Denn einerseits bin ich für jeden Tag dankbar, auf der anderen Seite wünsche ich mir dass es jetzt schnell geht. Sie wollte nie in ein Altenpflegeheim, und jetzt sagt sie in ihren klaren Minuten, dass sie Umziehen will weil sie es alleine nicht mehr packt. Um dann in den trüben Minuten zu sagen das ich es ihr versprochen habe und das es ihr schon immer klar war das "die" (meine Eltern) sie nicht nehmen. Und das sie nicht mehr will. In den ganz trüben Minuten erkennt sie mich nicht mehr, stammelt wirres Zeug vor sich hin, und mir zerbricht es das Herz. Ja es ist ein gutes Pflegeheim, eins das nicht nach Urin stinkt, in dem es Therapie Tiere gibt, Ergotherapie, Ausflüge sogar eine Wii und auf eine Person Pflegepersonal gerade mal 4 Patienten kommen. Und es ist weder meine Entscheidung noch meine Verantwortung und trotzdem fühl es nicht danach an.

Ich bin einfach Tränenleer und planlos. Und habe eine Scheiß Angst vor jedem schlechten Tag.

12.9.08 07:23


So

morgen bzw. heute zieht Oma um. Und damit alles auch glatt läuft habe ich beschlossen das Frühstück etwas anders zu gestalten was soviel heißt wie für Frau Mama Valium, für Herr Papa Beta Blocker, für Manne Vitamine und einen Kuss denn er geht arbeiten, und für mich Ohropax.

 

 

15.9.08 02:43


...aaaaaaaaah, Hilfe!

- Manne ist bald fertig mit seinem Praktikum, sprich er zieht wieder aus. Die Freude über die zurück Eroberung des Kleiderschrank hält sich in Grenzen bzw. ist bei Null. Zudem muss sein ganzes Zeug auch wieder Richtung Norden.

- Oma ist und bleibt Oma, von "schön das du da bist" über "wer sind sie" bis hin zu "lasst mich sterben". Ja es ist Demenz und es wird schlimmer, und das in einer Geschwindigkeit, das es sogar die Ärzte überrascht. Zudem kommt das sie zu 99% einen oder mehrere Schlaganfälle in den letzten Wochen hatte, wahrscheinlich auch einen im Krankenhaus (der nicht behandelt wurde, da auf dem CT nicht 100% zu sehen war).

- Eltern mit den Nerven am Ende, Tante im Ami Land auch. Und täglich der Rundruf von der Verwandtschaft was es denn Neues gibt, weil man ja was verpassen könnte. Ist ja auch egal dass hier ständig das Telefon klingelt, das wir ganz bestimmt anrufen würden wenn etwas passiert. Aber wer braucht schon Zeit für sich, geschweige denn Abstand um das ganze selbst zu verkraften. Ist ja auch nicht so dass wir nebenbei noch die Wohnung auflösen müssen, alles Amtliche regeln und vor allen Dingen uns um das finanzielle kümmern. 

Aber he ruft ruhig weiter täglich min. 10-mal an, und regt euch gekünstelt darüber auf wenn besetzt ist, oder ihr euch mit dem Anrufbeantworter zufrieden geben müsst. Und nein es geht auch nicht schneller wenn man im 15 Minuten Takt anruft. Und ganz ehrlich, es ist mir momentan scheiß egal ob es euch aufregt, wenn ich meiner heulenden Mutter das Telefon aus der Hand nehme und mit den Worten "Nein Tante X es gibt nichts neues, und nein 5 mal hintereinander anrufen macht auch nichts besser, aber danke das meine Frau Mama noch nicht mal in Ruhe das Bad aufsuchen kann nach 10 Stunden Wohnung ausräumen, und wenn du es unbedingt wissen willst wie alles auszieht, beweg deinen knochigen Arsch einfach her!", das Telefonat beende und danach das Telefon ausstöpsel. Ja ich bin entnervt.

 

Und irgendwann im laufe des Tages trifft man sich, jeder heult seine 5 Minuten und dann geht es weiter. 

 

23.9.08 15:39


Manne halt

Ganz am Anfang unserer Beziehung meinte ich mal zu Manne dass ich darauf wette das er vor seinem Diplom einen Job hat. Und siehe da, an seinem letzten Praktikumstag, kam nicht nur, das Angebot, nein sondern einmal für die Diplomarbeit und für einen Job =)

*stolz ist*

30.9.08 18:39





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